Nasta elektrifiziert schwere Baumaschinen mit Motoren und Frequenzumrichtern von ABB

Das norwegische Unternehmen Nasta rüstet Baumaschinen auf und ersetzt die ursprünglichen Dieselmotoren mit elektrischen Antrieben von ABB. Die Vorteile liegen auf der Hand: ein emissionsfreier Betrieb, ein geringerer Geräuschpegel und ein besseres Ansprechverhalten.

Nasta AS hat seinen Sitz in Larvik, etwa 100 Kilometer südwestlich von Oslo, und vertreibt in Norwegen schwere Baumaschinen von Hitachi. Als führender Anbieter befasst sich Nasta auch mit der Umrüstung und dem Umbau dieselbetriebener Baumaschinen und wandelt diese für den elektrischen Betrieb um. Im Zuge des Umbaus werden der vorhandene Kraftstofftank und Dieselmotor ausgebaut und stattdessen Elektromotoren und Antriebe installiert – zusammen mit einem Energiemanagementsystem, einer Batterie- und Ladelösung und einem Stromanschluss. ABB liefert die Komponenten für den elektrischen Antrieb und steht mit technischer Beratung zur Seite. 

„Nasta beschäftigt sich seit 2019 mit der Elektrifizierung. Damals erhielten wir einen Auftrag für die Lieferung emissionsfreier Baumaschinen für ein Straßenbauprojekt im Zentrum von Oslo“, sagt Sjur Wethal Helljesen, Senior Consultant bei Nasta. „Es war das erste Mal, dass die Stadt Oslo ein emissionsfreies Bauvorhaben forderte, und wir mussten noch viel über die Elektrifizierung lernen. Nach diesem Projekt haben wir erstmals mit ABB gesprochen und uns war sofort klar, dass ABB nicht nur Komponenten für den Antrieb, sondern auch wertvolles Know-how bereitstellen kann.“

Speziell für schwere Nutzfahrzeuge entwickelter Antrieb

Die elektrische Antriebslösung von ABB besteht aus dem AMXE-Motor und dem HES880-Antrieb, die speziell für die Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge entwickelt wurden. Die robuste Konstruktion sorgt dafür, dass Motor und Antrieb rauen Umgebungen – wie Staub, Feuchtigkeit, starken Vibrationen und Stößen – standhalten. Beide Produkte decken einen großen Leistungsbereich ab, und dank der Flüssigkeitskühlung können die Einheiten klein gehalten werden, was die Installation erleichtert.

„Das Umrüstungskonzept von Nasta passt perfekt zu unserem elektrischen Antrieb“, so Magnus Nordstrand, Global Product Manager bei ABB Motion. „Der HES880 ist ein äußerst vielseitiger Antrieb und kann als Motorumrichter, bidirektionaler Wechselrichter für den Netzanschluss oder als DC/DC-Wandler für die Batterieschnittstelle installiert werden. Die aktuelle Umbaulösung von Nasta umfasst eine Batteriekapazität von bis zu 300 kWh, wodurch das Fahrzeug 4 bis 6 Stunden lang betrieben werden kann.“

Die Elektrifizierung von schweren Nutzfahrzeugen bietet klare Vorteile für die Umwelt. Ein 24-Tonnen-Bagger mit Dieselantrieb verbraucht in der Regel etwa 18.000 Liter Kraftstoff pro Jahr, was insgesamt rund 48 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr ergibt. Nach der Aufrüstung fallen diese CO2-Emissionen sowie die Schwefeloxid-(SOx)-Emissionen weg, und die Maschinen produzieren viel weniger Lärm. Diese Faktoren sorgen für eine bessere Umwelt, sowohl für die Arbeiter auf der Baustelle als auch für Menschen, die in der Nähe wohnen oder arbeiten. Darüber hinaus haben die Maschinenarbeiter von Nasta berichtet, dass die elektrifizierten Maschinen beim Ausheben deutlich besser reagieren.

Nasta ist ein Familienunternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 1,2 Mrd. NOK. Aufgrund seiner Erfahrung im Bereich Schwermaschinen wird das Unternehmen häufig darum gebeten, zu Richtlinien und Vorschriften für emissionsfreie Baustellen zu beraten. Das Nasta-Team hat etwa zehn Elektrifizierungsprojekte umgesetzt und ist der Ansicht, dass der Prozess nun rationalisiert und der Zeitaufwand reduziert werden kann.

„Durch die Zusammenarbeit mit ABB erhalten wir nicht nur robuste und zuverlässige Antriebskomponenten, sondern auch den technischen Support, den wir benötigen, um die Elektrifizierungsprojekte abzuschließen“, so Sjur Wethal Helljesen.  


In Norwegen stellt der LKW-Händler Nasta dieselbetriebene Maschinen auf Elektroantrieb um, um die Energieeffizienz zu steigern und die Emissionen zu senken. Sehen Sie sich das Interview hier an.

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